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Code of Conduct - Verantwortlich handeln
Soziale und ökologische Verantwortung sowie Solidarität bei der Warenbeschaffung

Die Sicherstellung der Würde aller Menschen und die Herstellung sozialer Gerechtigkeit gehören wie der Schutz der Umwelt zu den wichtigsten globalen Aufgaben der Gegenwart und Zukunft. Dazu bekennt sich die Neckermann Versand AG.
Bei der Beschaffung preisgünstiger Waren aufgrund der Internationalisierung des Wareneinkaufs vor allem aus Entwicklungsländern ergibt sich für Einzelhandelsunternehmen wie die Neckermann Versand AG als Mittler zwischen Produktion und Verbraucher eine besondere Herausforderung. In den Entwicklungsländern sind die Lebensverhältnisse von teilweise unvorstellbarer Armut, Hunger, Krankheit, Analphabetismus und Umweltzerstörung geprägt. Aufträge zur Herstellung von Waren tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Wenn Handelsunternehmen neben Preis und Qualität der in Auftrag gegebenen Waren auch auf ihre sozial- und umweltverträglichen Produktionsbedingungen Einfluss nehmen, können sie darüber hinaus auf Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Herstellungsländern hinwirken.

 

Aus sozialer und ökologischer Verantwortung sowie Solidarität bemüht sich die Neckermann Versand AG demgemäß auch um die Einhaltung von sozial- und umweltverträglichen Produktionsbedingungen. Sie legt ihren Beschaffungsmaßnahmen folgende Standards zugrunde: 

 

Sozialstandards
 - Einhaltung der jeweils gültigen lokalen sozialen Mindeststandards
 - Verbot der Kinderarbeit, insbesondere ihrer schlimmsten Formen
 - Verbot von Zwangsarbeit
 - Verbot von die Menschenwürde verletztender Gefängnisarbeit
 - Beachtung von Respekt und Würde der Beschäftigten 
 - Diskriminierungsverbot
 - Einhaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz
 - Angemessene Entlohnung
 - Einhaltung der Höchstarbeitszeiten
 - Recht zur Vereinigungsfreiheit, insbesondere zur Bildung von  Gewerkschaften und zu einer 
   entsprechenden Gewerkschaftstätigkeit

 

Umweltstandards
 - Einhaltung der jeweils gültigen lokalen ökologischen Mindeststandards
 - Verpflichtung zur Umweltschonung
 - Einhaltung der Artenschutz-Vorschriften
 - FCKW-Verwendungsverbot
 - Verpflichtung zur Verarbeitung von umweltschonend abgebauten Hölzern
 - Berücksichtigung von Kriterien des Ökotex-Standard 100

 

Die Standards orientieren sich im Wesentlichen an internationalen Konventionen und Verträgen. Bei den Sozialstandards handelt es sich um die entsprechenden Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, bei den Umweltstandards insbesondere um das Washingtoner Artenschutzabkommen, das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen sowie die Kriterien des Forest Stewardship Council und des Ökotex-Standard 100.

 

Kontrolle, Sanktionen und Anwendungsgrundsätze
Die sich aus den Standards ergebenden Verpflichtungen werden Bestandteil der Einkaufsbedingungen der Neckermann Versand AG.
Die Einhaltung dieser Verpflichtungen wird stichprobenweise überwacht. Bei Zuwiderhandlung, falls eine den Interessen der betroffenen Beschäftigten entsprechenden Lösung in einer vertretbaren Frist nicht zu erreichen ist, kann die Geschäftsbeziehung auch mit sofortiger Wirkung beendet werden. Grundsätzlich gilt jedoch das Prinzip der Vermeidung eines Boykotteffektes.

 

Einführung und Anwendung der Sozial- und Umweltstandards erfolgen auf der Basis von Dialog, Konsens und Kooperation und orientieren sich an den Verhältnissen, vor allem an den Interessen der Betroffenen und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Es wird berücksichtigt, dass die Durchsetzung der Beschaffungs-Verhaltensregeln als Ziel eines je nach Entwicklungsstand des Produktionslandes und der Lieferanten länger dauernden Prozesses verstanden werden muss 
Wirtschaftliche Entwicklung und sozialer Fortschritt lassen sich nur verwirklichen, wenn die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben.